Anlegerschaden Kapitalerhöhung Credit Suisse

Die Credit Suisse hat Ende 2015 eine massgebliche Kapitalerhöhung durchgeführt: in einem ersten Schritt wurden 58 Millionen neue Aktien zu einem vereinbarten Preis von CHF 22.75 pro Aktie bei einigen qualifizierten Investoren platziert. Der Brutto-Erlös aus dieser Kapitalerhöhung betrug CHF 1.32 Milliarden. In einem zweiten Schritt wurden knapp 261 Millionen neue Aktien über handelbare Bezugsrechte zu einem Preis von CHF 18 pro Aktie an bestehende Aktionäre emittiert. Die Bezugsrechte wurden nach Medienmitteilungen zu 99% ausgeübt, die restlichen Aktien wurden am Markt angeboten. Aus dieser Kapitalerhöhung war ein Erlös von bis zu CHF 4.7 Milliarden kalkuliert. Die Aktien der Credit Suisse sind ua an der SIX Swiss Exchange kotiert.

Nunmehr ist Medienberichten zu entnehmen, dass zuvor angeblich unbekannte illiquide Positionen in der „Global Markets Unit“ (der Handelsabteilung) zu einem Abschreiber von USD 258 Millionen im ersten Quartal 2016 führt. Dies nachdem bereits im vierten Quartal 2015 ein Verlust von knapp USD 500 Millionen eingefahren wurde. Die Erträge der Handelsabteilung im ersten Quartal 2016 gingen um bis zu 45% gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres zurück.

Der CEO der Credit Suisse, Tidjane Thiam, behauptete, dass diese Positionen dem Management nicht bekannt gewesen seien. Die Händler hätten innerhalb der Limiten agiert, welche allerdings zu hoch sein könnten. Thiam sprach jedoch selbst von „unacceptable practices“. Demgegenüber erklärte Credit Suisse Verwaltungsratspräsident, Urs Rohner, den Medien, es habe keine „toten Winkel“ gegeben. Die Frage sei, wie bestimmte Positionen verwaltet, bewertet und behandelt worden seien.

Derartige latente Verlustpositionen hätten nach Ansicht von Schwärzler Rechtsanwälte bei der Kapitalerhöhung offengelegt werden müssen, zumal dies eine wesentliche Information darstellt, welche Anleger von einem (weiteren) Investment in die Credit Suisse abgehalten hätten. Seither ist der Kurs der Credit Suisse Aktie auf CHF 13.60 (Ende März 2016) gefallen. Gegenüber den Emissionspreisen von CHF 22.75 und CHF 18 sind dies Kursverluste von über 40% bzw fast 25%.

Schwärzler Rechtsanwälte wird in dieser Angelegenheit ein kollektives Vorgehen der potentiell geschädigten Anleger anstreben und bietet Credit Suisse Anlegern an, sich anzuschliessen.

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